Impuls für die Woche 19.01.2022

Neues Jahr – neues Glück

Wie wäre das, mit dem Neujahrstag alles auf Null zu stellen und es geht von vorne los. Alles, was im alten Jahr war, spielt keine Rolle mehr. So ähnlich kommt mir das mit den Vorsätzen zum neuen Jahr oft vor. Wir nehmen uns etwas vor, was uns im alten Jahr beschäftigt hat und glauben, nur weil sich die Jahreszahl ändert, wird alles besser oder anders. Gott sei Dank ist es anders. Wir gehen als die ins neue Jahr, die wir sind. Und das ist gut so. Denn wir sind ja gut so wie wir sind. Mit unseren Ängsten und Sorgen, unseren Freuden und dem, was uns trägt.

Und doch bedeutet ein neues Jahr auch wieder neues Glück. Irgendwie geht es von vorne los. Und wir verbinden viele Hoffnungen mit dem neuen Jahr. Zurecht. Manches haben wir im alten Jahr versäumt, das gehen wir neu an. In der Hoffnung, dass es gelingt.

Die Wise Guys haben vor einigen Jahren gesungen: Damit ihr Hoffung habt, feiert lacht und singt. Ich finde, das ist ein wichtiger Schlüssel. Feiern, lachen und singen. Sich die gute Laune nicht verderben lassen. Alles hat seine Zeit steht in der Bibel. Lachen hat seine Zeit und weinen hat seine Zeit. Und so wird es auch im neuen Jahr sein. Wir sollten uns die Zeit zum Lachen auch nehmen. Lachen tut gut, es hebt die Laune, es hält den Kopf oben. Und ich glaube, das wird wichtig werden im neuen Jahr: den Kopf oben behalten. Oder wie Olli Kahn es mal ausgedrückt hat: immer weiter immer weiter.

Gott hat die Welt geschaffen, er wird sie zu einem guten Ende bringen. Das heißt, dass am ende alles gut sein wird. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es auch noch nicht das Ende. Also gibt es Hoffnung. Hoffnung auf Besserung, Hoffnung auf ein Ende der Trauer, Hoffnung auf ein Ende des Frusts.

Die Hoffnung stirbt eben nicht zuletzt, sie stirbt nie. Ich finde, das ist der beste Vorsatz fürs neue Jahr: ich will mich daran festhalten, dass die Hoffnung nie stirbt.

Für diese Woche wünsche ich euch: habt Zuversicht und bleibst gesund. Nur diese Woche. Für die kommende sorgen wir später.

Impuls für die Woche 12.01.2022

WER ZU MIR KOMMT, DEN WERDE ICH ICHT ABWEISEN.

Das ist eine der schönsten Aussagen, die es gibt, oder? Die Tür ist offen. Egal, wer kommt, ich werde ihn herein bitten, willkommen heißen. Egal, welchen Stand du hast, welche Geschichte du mitbringst. Egal, wie dein Leben verlaufen ist, egal, warum du zu mir kommst, wann du zu mir kommst, ich bin für dich da. Das ist so herrlich anders, als das, was wir oft erleben: du musst…angepasst sein. Unsere Kinder sollen nach Möglichkeit bestimmte Grundvoraussetzungen mitbringen, wenn sie in die Schule kommen. Sitzen bleiben, still sein. Angepasst eben. Wer sich anders verhält fällt auf, fällt heraus, hat schnell einen Stempel weg. Wer anders denkt als die Mehrheit, hat schnell seinen Stempel weg. Wer den Mund aufmacht und unbequeme Dinge anspricht eckt oft an.

Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Jesus sagt das, als er vor der Menschenmenge flieht, die ihn unbedingt sehen will. Doch die bleiben hartnäckig und folgen ihm. Sie bestürmen ihn. Was müssen wir tun, um Gott zu gefallen? Was kannst du uns noch an Beweisen liefern, damit wir dir glauben. Jesus stellt sich diesen Fragen. Er setzt sich ihnen aus. So wie er das immer tut. Er befasst sich mit jedem Menschen. Mit denen, die am Rand stehen, mit denen, die ausgegrenzt werden, mit denen, die meine, sie würden die rechte Lehre verkünden, die richtige Meinung vertreten.

Ich glaube, diese Jahreslosung kommt gerade richtig. Denn bei Jesus sind wir alle willkommen. So wie wir sind. Ohne Zugangsvoraussetzung. Ohne, dass wir etwas leisten müssen. Ohne, dass wir etwas besonders gut können müssen. Jeder darf kommen. Einfach so, einfach so wie er und sie ist. So wie er sich sieht, so wie er sich versteht. Egal, ob andere das verstehen. Jesus versteht es. Ja mehr noch: es spielt für ihn eine untergeordnete Rolle. Bei Jesus ist klar: wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen. Oder positiv ausgedrückt: wer zu mir kommt, den heiße ich herzlich willkommen. Simon Petrus den Versager, Judas den Verräter, die samaritanische Frau am Brunnen, die Ehebrecherin. Jesus ist großherzig.

Diese Jahreslosung steht am Anfang eines herausfordernden Jahres 2022. Sie fordert uns heraus. Bei Jesus ist jeder willkommen. Bei uns auch?

Impuls für die Woche 22.12.2021

Freut euch, was auch immer geschieht; freut euch darüber, dass ihr mit dem Herrn verbunden seid! Ihr wisst ja, dass das Kommen des Herrn nahe bevorsteht.

Hm freuen sollen wir uns. Mir stellt sich da die Frage, wieviel Grund zur Freude haben wir denn? Und wenn ich so auf meine letzte Woche zurück schaue, dann gibt es Grund zur Freude und gleichzeitig Grund, sich zu ärgern. Und ich merke auch: der Grund, sich zu ärgern, spielt sich leicht in den Vordergrund. Vielleicht wird in der Bibel die Freude deshalb so oft betont und in den Vordergrund geholt.

Freude kommt wirklich oft in der Bibel vor. Und das scheint auch notwendig zu sein. Wir – und so geht es mir auch viel zu oft – konzentrieren uns leicht auf das, was uns weniger gut gelingt. Die Dinge, die daneben gehen, bestimmen unsere Laune. Die, die uns freuen, nehmen wir wahr und haken sie ab.

Nein, ich will es anders machen. Ich will die Worte aus dem Philiperbrief ernst nehmen. Ich will mich freuen an den schönen Dingen, die in meinem Leben passieren. Und wenn es der Umstand ist, dass das schlimme, ärgerliche, was mir widerfahren ist, weniger schlimm geworden ist, als es auch hätte werden können. Auch das ist ein Grund zur Freude. Ein kleiner, doch ein sehr guter.

Und schließlich ist der beste Grund sich zu freuen, dass Weihnachten vor der Tür steht. Die Hoffnung kommt in die Welt mit der Geburt Jesu. Gott geht mit uns. Egal, was uns widerfährt, Gott ist dabei. In den ärgerlichen und schlimmen Situationen und auch in den schönen und erfreulichen.

«Freude ist das ernste Geschäft des Himmels»

Mit diesem Wort drückt C.S. Lewis aus, dass es Gott ganz zentral darum ging, Freude zu bringen. Mit allem Ernst und mit Einsatz seines Lebens greift Jesus die Mächte an, die die Freude killen: Sorgen, Krankheit, Hass, Schuld, Tod, um nur einige zu nennen. Eine jüdische Legende sagt, dass die Engel jubelten, als Gott die Welt schuf – und diese Schöpfungsfreude stellt das «Evangelium» («Gute Nachricht») wieder her. Freude ist Gott wichtig, weil sie zu seinem innersten Wesen gehört. Und wir tragen eine ganz tiefe Sehnsucht nach Freude in uns, die in einer wiederhergestellten Beziehung zu Gott wie entriegelt wird.

Freude ist eine Frage der Blickrichtung. Diese Erinnerung brauchen wir immer und immer wieder. Weihnachten erinnert uns genau daran.

Für die Weihnachtswoche wünsche ich euch: habt´s Zuversicht und bleibts gsund. Nur diese Woche. Für die kommende sorgen wir später.